Jura Ratgeber



Handbuch der Anwaltshaftung


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Das beste unter allen Büchern zur Thema Anwaltshaftung

Ein klar und übersichtlich geschriebenes Fachbuch, das mir - einem juristischen Laien - den Dialog mit meinem Anwalt erleichtert, da insbesondere durch das Rechtsprechlexikon juristische Termini wie z.B. "Differenztheorie" oder der "normative Schadensbegriff" auf einfache und präzise Weise erklärt werden. Daß die Verfasser zugleich meist Richter am Bundesgrichtshof sind, schafft Vertrauen in die Rechtsprechung, die nicht mehr - wie früher - ein Buch mit sieben Siegeln ist, sondern jedem ernsthaft Interessierten verständlich und nachvollziehbar darstellt, wie die Rechtsprechung zum heiklen Thema der "Anwaltshaftung" steht. Bedenkt man, daß im Palandt bei der Kommentierung der entsprechenden Paragraphen der Tatbestand der "Anwaltshaftung" noch nicht einmal erwähnt wird, so ist dieses Buch zugleich ein "wohltuendes Aufklärungswerk" im Hinblick auf ein menschliches Grundverhalten, daß eben auch ein Anwalt - wie jeder andere - einen "Fehler" machen kann und dafür einzustehen hat.

Einziger Nachteil: Zwar wird die am meisten vorkommende Haftung zum Thema Verjährung sehr ausgiebig und gut dargestellt, was jedoch m.E. fehlt ist die Behandlung der immer wichtiger werdenden internationalen Rechtsbeziehungen, die häufig dazu führen, daß ein Anspruch, der auf Grund eines Antwaltfehlers vor einem deutschen Gericht nicht mehr geltend gemacht werden kann, nun vor einem ausländischen Gericht erklagt werden muß. Frage: Ist dies ein haftungsbegründender Anwaltsfehler? Oder kann man einwenden, ein Schaden sei ja noch gar nicht entstanden, denn der Rechtsweg vor einem ausländischen Gericht sei ja noch offen? Wer kennt ähnliche Fälle, bei dennen die Schadenskonkretisierung im Wechselspiel zwischen nationalem und internationalen Recht statfindet. Für Hinweisen zu einer entsprechenden Rechtsprechung wäre ich dankbar.

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